Cristian Mungiu
Cristian Mungiu (geboren am 27. April 1968 in Iași, Rumänien) ist ein rumänischer Regisseur und eine zentrale Stimme der Rumänischen Neuen Welle, gefeiert für scharf beobachtete Geschichten, die den Druck des modernen rumänischen Lebens ausloten – von Institutionen bis zur Alltagsmoral. Seine Arbeit wird weithin für ihren Realismus, ihre Zurückhaltung und ihre politischen Unterströmungen gelobt.
Er studierte zunächst englische Literatur an der Universität Iași und arbeitete anschließend mehrere Jahre als Lehrer und Journalist, bevor er sich ganz dem Kino zuwandte. Mungiu absolvierte eine Ausbildung in Filmregie in Bukarest, schloss 1998 ab und begann, sich mit Kurzfilmen einen Namen zu machen. Sein Spielfilmdebüt Occident (2002) erhielt große Festivalaufmerksamkeit und lief in der Directors’ Fortnight in Cannes.
Internationale Anerkennung erlangte er mit 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage (2007), der in Cannes die Goldene Palme gewann – ein historisches Novum für einen rumänischen Filmemacher. Später wurde er in Cannes erneut mit bedeutenden Auszeichnungen geehrt: Er erhielt den Preis für das beste Drehbuch für Jenseits der Hügel und den Preis für die beste Regie für Abschlussprüfung.
Beeinflusst von dem frühen Miloš Forman, Robert Altman und dem neorealistischen Einfluss von Fahrraddiebe, trat Mungiu auch selbst vor der Kamera auf, etwa in Projekten wie Room 999 und Cinemaguerilla. Er ist der Bruder der politischen Analystin Alina Mungiu-Pippidi.
Verpasse keinen weiteren Trailer.
Fünfmal pro Woche in dein Postfach, kostenlos. Jederzeit abbestellen.
Wir senden den Deutsch-Newsletter.
Kommentare
Sei der erste, der kommentiert.
Kommentar schreiben