Gabriel Beristain
Gabriel Beristain (auch als Luis Gabriel Beristáin geführt) ist ein in Mexiko-Stadt geborener Kameramann, Produzent und Fernsehdirektor, dessen Kameraarbeit eine Brücke zwischen unabhängigen Wurzeln und großen Studio-Produktionen schlägt. Geboren am 9. Mai 1955, wuchs er als Sohn des Schauspielers Luis Beristáin in einem Umfeld der darstellenden Kunst auf und fand seinen eigenen Weg hinter die Kamera in der mexikanischen Independent-Szene der 1970er Jahre.
Nach einem Ingenieurstudium am Instituto Politécnico Nacional wandte sich Beristain dem Film zu, produzierte audiovisuelle Schulungsmaterialien und drehte Dokumentarfilme, bevor er eine kleine Werbeproduktionsfirma gründete. Ein Umzug nach Italien im Jahr 1977 führte – auf Rat von Sergio Leone – ins Vereinigte Königreich, wo er an der National Film and Television School aufgenommen wurde und bei Oswald Morris und Billy Williams eine Ausbildung in Kameraführung erhielt.
Seine frühen Spielfilme brachten internationale Anerkennung: Für Bloody Flesh (1983) gewann er beim Bogotá Film Festival den Preis für die beste Kamera, erhielt für Derek Jarmans Caravaggio (1986) einen Silbernen Bären (Sonderpreis) und wirkte an der in Cannes nominierten Anthologie Aria (1987) mit. Später arbeitete er mit Filmemachern wie Guillermo del Toro, David Mamet und David Ayer zusammen; zu seinen Credits zählen The Distinguished Gentleman, The Spanish Prisoner, Blade II und Street Kings.
In den 2000er-Jahren wurde Beristain zu einer wichtigen Größe für Additional Photography im Marvel Cinematic Universe, drehte Marvel One-Shots wie Item 47 und Agent Carter und war als Kameramann für die Serie Agent Carter tätig, was in seiner Arbeit als Director of Photography für den Marvel-Spielfilm Black Widow (2021) gipfelte. Als Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences und der BAFTA ist er zudem mit der BSC und der ASC verbunden und trat in Projekten wie Incident at Loch Ness und The Blood Pact: The Making of 'Blade II' als er selbst vor der Kamera auf.
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